Das Paris-Abkommen wird Bestand haben- auch ohne die USA.

Larsen C Ice Shelf - Largest Iceberg On Record Bild vergrößern May 14, 2015 - Antarctica - The shape of the world is hanging by a thread or rather, according to experts, by a 110 mile-long (177km) rift. That's the extent of a rapidly expanding crack in an enormous ice shelf in Antarctica. When the Larsen C shelf finally splits, the largest iceberg ever recorded (bigger than the US state of Rhode Island and a third the size of Wales) will snap off into the ocean. Widening each day by 3 ft (1 m), the groaning cleft is on the verge of dramatically redrawing the southern-most cartography of our planet and is likely to lead, climatologists predict, to an acceleration in the rise of sea levels globally | (© picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Nach der Ankündigung der Vereinigten Staaten von Amerika, von dem Übereinkommen von Paris über den Klimawandel zurückzutreten, bekräftigten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Italiens ihre Verpflichtung, die Ziele des Abkommens umzusetzen. Außerdem betonten sie, dass das Abkommen nicht neu verhandelbar sei, „da es ein lebenswichtiges Instrument für unseren Planeten, unsere Gesellschaften und unsere Volkswirtschaften“ darstelle.

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 hatten sich 195 Länder erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das Übereinkommen umfasst einen globalen Aktionsplan, der die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C begrenzen soll, um einem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken.

Weitere Informationen zur den Klimaschutz-Zielen finden Sie hier: https://ec.europa.eu/clima/policies/international/negotiations/paris_de

Der Rücktritt der Vereinigten Staaten wurde mit großem Bedauern aufgenommen. Bundesumweltministerin Hendricks erklärte: „Größer als der Schaden für den internationalen Klimaschutz ist jedoch der Schaden für den Multilateralismus. Denn das Besondere an Paris ist ja, dass die Staatengemeinschaft beschlossen hat, eines der größten Weltprobleme dieses Jahrhunderts gemeinsam anzugehen.“

Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker betonte, dass das Pariser Abkommen ein internationaler Vertrag mit rechtlichen Verpflichtungen sei, die es einzuhalten gelte. Dabei gehe es nicht nur um die Zukunft der Menschheit in Europa, sondern vor allem um die der Menschen an anderen Orten dieser Welt. 83 Länder schwebten in Gefahr, von der Landkarte zu verschwinden wenn die internationale Gemeinschaft nicht resolut gegen Klimawandel vorgehe.

EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Cañete, erklärte, das Paris-Abkommen erlaube es allen Vertragspartnern, ihre eigenen Wege bei der Umsetzung zu gehen. Die Vereinigten Staaten hätten also genug Spielraum, um ihre eigene Richtung innerhalb des Abkommens zu gestalten. Das Abkommen bleibe bestehen und die Welt könne sich auch weiterhin auf Europa verlassen, das eine globale Führungsposition im Kampf gegen Klimawandel einnehmen werde. Europa werde existierende Partnerschaften fördern und neue Kooperationen mit US-Unternehmen, die dem Abkommen ihre Unterstützung zugesagt hatten, schaffen. „Zusammen bekennen wir uns zum Paris-Abkommen und gemeinsam werden wir es umsetzen.“

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2017/06/2017-06-01-gemeinsame-erklaerung.html

http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-17-1513_en.htm

http://europa.eu/rapid/press-release_MEX-17-1506_en.htm