Initiative für Schutz und Reintegration von Migranten in Afrika

Announcement of the International Organization for Migration (IOM) project by Federica Mogherini, Vice-President of the EC, Neven Mimica and William Lacy Swing Bild vergrößern Federica Mogherini, Neven Mimica, William Lacy Swing (© EU/Francois Walschaerts)

Am 15. Dezember hat die Europäische Union durch den Emergency Trust Fund für Afrika (EUTF) und Beiträgen aus Deutschland und Italien eine gemeinsame Initiative mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Unterstützung von Partnerländern in Afrika gestartet. Die Initiative für Schutz und Reintegration von Migranten in Afrika, die zusammen mit 14 afrikanischen Staaten entwickelt wurde, zielt darauf ab, Migrationsmanagement zu stärken und auf dringende Schutzbedürfnisse der Migranten sowie den Verlust von Menschenleben zu reagieren.

Ziel der Initiative sind gezielte, ländergestützte Maßnahmen, die den Schutz und die Unterstützung gefährdeter und gestrandeter Migranten sicherstellen, eine nachhaltige und menschenwürdige Rückkehr und Reintegration ermöglichen, das Bewusstsein der Risiken von Migration erhöhen sowie die Kommunikation verbessern sollen.

Bundesaußenminister Steinmeier sagte hierzu: „So wie die Bewältigung von Fluchtursachen nicht von einem Land allein geschultert werden kann, muss auch die bessere Steuerung von Migration auf nationaler, europäischer und globaler Ebene angegangen werden. Beim Valletta-Gipfel haben sich die EU und afrikanische Staaten auf einen partnerschaftlichen Ansatz zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verständigt und den EU-Nothilfefonds für Afrika geschaffen.

Gemeinsam mit der Europäischen Union, EU-Mitgliedsstaaten und der Internationalen Organisation für Migration bündeln wir nun in einem regionalen Ansatz mit vierzehn afrikanischen Partnerländern viele wichtige Bausteine für dieses Ziel.

Oberste Priorität bleibt dabei, Menschen davor zu bewahren, die gefährliche und leider viel zu oft tödliche Reise über das Mittelmeer anzutreten. Mit der Initiative unterstützen wir Herkunfts- und Transitländer vor allem in Westafrika und im Sahel bei der Schaffung von nachhaltigen Bleibeperspektiven und einem verbesserten Migrationsmanagement. Wir fördern Rückkehrinitiativen und Reintegrationsmaßnahmen. Durch gezielte Kommunikation warnen wir vor den Gefahren lebensgefährlicher Fluchtrouten und Schleppernetzwerken.  Auch wollen wir die Datengrundlage zu Migrationsbewegungen verbessern.

Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der EU-Migrationspartnerschaften, im Rahmen derer Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Italien Bereitschaft zur vertieften Zusammenarbeit mit Mali und Niger erklärt hat.

Die Bundesregierung beabsichtigt, das Vorhaben in den nächsten drei Jahren mit bis zu 48 Millionen Euro zu unterstützen.“

Der Initiative wurde von der Europäischen Union durch den EUTF ein Gesamtbetrag von 100 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zur weiteren Unterstützung haben Deutschland und Italien ihren Beitrag zum Treuhandfonds um 48 Mio. Euro bzw. 22 Mio. Euro erhöht.

Am 15. Dezember haben die Vizepräsidentin und Hohe Vertreterin Federica Mogherini, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und die Regierungen Deutschlands und Italiens die Initiative offiziell gestartet.

Finden Sie mehr Informationen zur Initiative für Schutz und Reintegration von Migranten in Afrika hier (auf Englisch):

http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-4422_en.html

IOM Bild vergrößern (© European Union)
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