Trauer um die Opfer des Berliner Anschlags



European flags fly at half-mast to pay tribute to the victims of the terrorist attack in the Christmas Market in Berlin, Germany) Bild vergrößern European flags fly at half-mast (© EU/Jennifer Jacquemart)

Bundespräsident Gauck sagte zum Anschlag in Berlin in der Nacht des 19.12.:

„Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt. Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten. Und ich danke den Helfern und Sicherheitskräften für ihren Einsatz.“

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Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich in einem Statement gegenüber den Medien am Vormittag des 20.12. wie folgt (Auszüge):

„Ich denke in diesen Stunden zuallererst an diese Menschen, an die Toten und die Verletzten und an ihre Familien, Angehörige und Freunde. Ich möchte, dass sie wissen: Wir alle, ein ganzes Land, sind mit ihnen in tiefer Trauer vereint. Wir alle hoffen, und viele von uns beten für sie, dass sie Trost und Halt finden mögen, dass sie wieder gesund werden, dass sie weiterleben können nach diesem schrecklichen Schlag.

Noch wissen wir vieles über diese Tat nicht mit der nötigen Gewissheit. Aber wir müssen nach jetzigem Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen. Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat. Dies wäre besonders widerwärtig gegenüber den vielen, vielen Deutschen, die tagtäglich in der Flüchtlingshilfe engagiert sind, und gegenüber den vielen Menschen, die unseren Schutz tatsächlich brauchen und die sich um Integration in unser Land bemühen.

Eine einfache Antwort darauf habe auch ich nicht. Ich weiß nur: Wir können nicht und wir wollen nicht damit leben, auf all das zu verzichten: auf die Weihnachtsmärkte, die schönen Stunden mit Familie und Freunden draußen auf unseren Plätzen. Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt. Auch, wenn es in diesen Stunden schwerfällt: Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen frei, miteinander und offen.“

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Auch Außenminister Steinmeier äußerte sich am Abend des 19.12.:

„Ich bin tief erschüttert über die schrecklichen Nachrichten von den Ereignissen an der Berliner Gedächtniskirche.

Viele Menschen, die heute Abend den Weihnachtsmarkt besucht haben, sind ums Leben gekommen, noch mehr wurden verletzt.

Mein tief empfundenes Mitgefühl ist mit den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer. Ich wünsche den vielen Verletzten baldige Genesung.

Wir wissen noch nicht mit Gewissheit, was heute Abend wirklich geschehen ist. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, die Unglücksstelle zu sichern und die Täter zu finden.“